EIN BLICK ZURÜCK – TEIL I

Mit Qooz hatte ich bereits Ende vergangenen Jahres 2013 gedanklich begonnen. Ich hatte dann leider sehr bald für teures Geld eine Design-Agentur engagiert, um die damals erdachten Funktionen optisch darstellen zu lassen. Viel zu früh. Denn erst danach merkte ich Stück für Stück, dass man ganz anders beginnen muss. Es geht um die Zielgruppe der Website/App, das ist alles entscheidend. Wer soll die Website/App nutzen? Warum? Welche Funktionen wird er bedienen? Das waren die entscheidenden Fragen. Und über diese Fragen muss man sehr gut nachdenken. Sehr lange und sehr genau. Man wird oft feststellen, dass man diese Fragen immer wieder überdenken und verfeinern muss. Man muss auch recherchieren, welche Angebote es im Umfeld gibt.

Sehr bald stellte sich dann noch etwas heraus: Das Angebot als native oder mobile App entwickeln zu lassen, würde die Verbreitung der Idee fast behindern. Auf die App käme man dann ja Als User nur dann, wenn man sich nicht nur in den App-Store begibt, sondern dann noch dazu recht konkret danach sucht. Eine App kann unter den zig-tausend Apps (1 Mio. etwa) im App-Store regelrecht untergehen. Als Website dagegen hat das Angebot viel mehr die Chance, über Google bei verschiedenen Suchbegriffen, die eingegeben werden., genannt zu werden. Natürlich muss man sich dann immer wieder um das SEO (search engine optimization) kümmern, aber das kann sehr nützlich sein.

Ich entschied mich daher, die Seite als Web-App entwickeln zu lassen. Die Web-App hat den Vorteil, erklärte man mir, dass daraus später sehr schnell eine App entwickelt werden kann. (Fortsetzung folgt)

WARUM DIE BEZEICHNUNG QOOZ?

Qooz heißt es, weil die deutschen w-Wörter wer, wie, was, wann, wo, wohin und die Wörter der, die, das, im Lateinischen q-Wörter sind, nämlich qui, quae, quod, quis, quid, quando, quo, quomodo … . Also es sind lauter q’s, Qooz!

Um diese q’s geht es ja vor allem in den Angeboten von Leseproben und im Lesungs- und Veranstaltungskalender, bezogen auf Literatur. (Wer schreibt oder liest was, wann, wo, wie …).

WIE KOMMT ES ZU QOOZ?

Qooz kommt aus einer ganz anderen Ecke. Ich habe seit Jahren die Neigung, gelesene Bücher und auch alle besuchten kulturelle Ereignisse mit Angaben zum Autor/Künstler, Inhalt, Kommentar etc. in eine Liste im PC aufzunehmen. Es entsteht eine immer länger und interessanter werdende Liste. Ich habe dabei bemerkt: Wenn man sich die kulturell erlebten Dinge notiert, setzt man sich etwas bewusster damit auseinander, zieht fast immer einen kleinen Nutzen daraus, erkennt besser die Schwerpunkte der eigenen Interessen, erkennt interessante Zusammenhänge zwischen den einzelnen Einträgen etc.. Und man blickt mehr und mehr zurück auf die eigenen interessanten Erfahrungen. Man vergisst nicht so schnell, was man gelesen oder erlebt hat, sondern reichert mit der Zeit bewusst seinen ganz persönlichen kulturellen Fundus an, der ja schließlich die eigene Persönlichkeit mit gestaltet. Kultur ist damit nicht mehr nur bloßer Zeitvertreib! Nicht nur Konsum! Das war der Ausgangsgedanke. Ein solches Angebot als Website oder App zu entwickeln. Es gibt sehr viele Menschen, die viel lesen.

Lange und intensiv haben ich und der Herr, der es mir eingestellt hat und der es jetzt verbietet, im Zusammenhang mit der Website genannt zu werden, über das Angebot geredet. Es ging nicht immer friedlich zu. Mit dem oben beschriebenen begrenzten Umfang wäre ein solches Angebot sicher noch keine Erfolg versprechende Geschäftsidee, es wäre eher Liebhaberei. Um das Angebot für den User interessant zu machen, musste es daher wesentlich weiter gefasst werden. Qooz sollte, so der Ansatz, ein gut, gerne und leicht zu handhabendes Komplettangebot für Leser darstellen. Die Website/App soll neben der NOTIZFUNKTION – die in späteren Versionen am besten auch einfach über Scan des ISBN-Codes eines Buches oder eine schnelle Fotoaufnahme, die abgelegt wird, laufen kann – dem User etwa die Möglichkeit bieten, über Termine speziell von in seiner Gegend stattfindenden Lesungen und Buchbesprechungen informiert zu werden, Gleichgesinnte zu finden, Veranstaltungsplätze zu orten, Tickets zu kaufen, zu reservieren, Bücher in einer eigenen Art von Ranking zu bewerten etc. (INFOFUNKTION). Und die Website/App bietet eine Plattform für LESEPROBEN.

Generell gilt ja: Menschen wollen sich immer mehr Dinge aus ihrem Leben notieren, festhalten, was im Wesentlichen der NOTIZFUNKTION der App entspricht. Und außerdem wollen sie schnell informiert werden, Gruppen bilden, Gleichgesinnte kennen lernen, wissen, was wo ist, Dinge austauschen und ihre Möglichkeiten, sich zu amüsieren und den eigenen Interessen rücksichtslos nachzugehen, erweitern, was im Wesentlichen wiederum der INFOFUNKTION der App entspricht, aber auch ihrer NOTIZFUNKTION.

Die NOTIZFUNKTION ist jetzt zwar weiterhn für jedermann möglich, aber im Erscheinen der Website (Webapp) verschwunden.

EIN FRAGENKATALOG ZU QOOZ

Ein Fragenkatalog stellte folgende Fragen:

1. Was ist die (Geschäfts)Idee hinter qooz?

Qooz schafft die Verbindung zwischen den Beteiligten des professionellen Literaturbetriebs (Verlage, Buchhändler, Veranstalter, Autoren) und den LeserInnen. Wie kommt es zu der Verbindung? Qooz wird erscheinen als Literaturplattform für alle Beteiligten des Literaturbetriebs, auf der es durch Zusammenwirken aller Beteiligten – also durch allseitige Nutzung der Plattform – zu unzähligen Verknüpfungen der Interessen der Verlage, der Buchhändler, sonstiger Literaturveranstalter, der Autoren und vor allem der Interessen der Leser kommen kann. Alles, was mit Literatur in Zusammenhang steht, kann sich hier abspielen.

„Wer liest, nutzt QOOZ!“ als Einstellung der Leser, das ist das Ziel.

Die Beteiligten des professionellen Literaturbetriebs (Verlage, Buchhändler, Veranstalter, Autoren) erhalten durch QOOZ Kontakt zu den Lesern, indem dem Leser spezielle Angebote geboten werden. Siehe später den gesonderten Artikel

2. Was unterscheidet Ihre Geschäftsidee von bestehenden Angeboten?

QOOZ wird eine neue Plattform für alle Literaturbeteiligten mit Blick auf alle Wünsche, Bedürfnisse der LeserInnen. Eine solche Plattform, die nicht allein auf spezielle Partikularinteressen der Leser abstellt, gibt es derzeit noch nicht: Derzeit sieht es diesbezüglich so aus:

– VERLAGE tummeln sich mehr oder weniger zufrieden auf Facebook, um Kontakte zum Leser zu finden. Facebook, hört man, schafft aber Datenschutzprobleme, führt zu einer Zerfledderung der Angebote, ist unüberschaubar und schwerer kontrollierbar, man findet seitens der Verlage und Buchhändler selten einen zufriedenstellenden Zugang zum Leser. Und Facebook ist nicht literaturbezogen!

– BUCHHANDLUNGEN scheinen immer noch nicht sehr internetaffin.

– LESER wiederum sind zunehmend online aktiv, surfen aber auf verschiedensten Websites, die immer nur bestimmten Partikularinteressen folgen (Verlagsseiten, Buchclubs, Literaturempfehlungen, Selfpublisher, E-Books etc.)

3. Was sind die Konkurrenten?

A) Es ist keine derartige literaturbezogene so breite Community-Plattform bekannt.

B) Facebook als allgemeine Community-Plattform

4. Wer ist die Zielgruppe für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung?

A) Der LESER steht im Mittelpunkt. Seinen Interessen werden alle am Literaturbetrieb Beteiligten mit der Einstellung von Lesungsterminen, später einzubeziehenden weiteren Angeboten (etwa Gewinnspielen) etc. gerecht. Der Mitwirkung der Verlage, der Buchhändler, sonstigen Veranstalter oder der Autoren sind keine Grenzen gesetzt.

B) Alle am Literaturbetrieb Beteiligten haben mit QOOZ eine Plattform, um entweder in geschlossenem Kreis oder in begrenzt öffentlich oder ganz öffentlichen Foren in jeder Form mit Bezug auf Literatur untereinander oder mit den Lesern oder anders zu agieren.

5. Welches Ziel wollen Sie in fünf Jahren erreicht haben?

A) QOOZ soll sich im Literaturbetrieb etabliert haben. Ein gut gewachsener Userkreis (Verlage, Buchhandlungen, Veranstalter, Leser) nutzt QOOZ. Ziel: Eine stabile Akzeptanz von QOOZ seitens der Verlage, Buchhändler, Autoren, Veranstalter einerseits. Und eine stabile Akzeptanz seitens der Leser.

B) Finanzielle Einnahmequellen sollten sich gezeigt und herausgeschält haben, um den Betrieb von QOOZ betreuen zu können, weitere Angebote entwickeln und den Einsatz für QOOZ angemessen kompensieren zu können.

6. Welches sind die größten Probleme, vor denen Sie noch stehen bzw. stehen werden?

A) Die Akzeptanz der Beteiligten muss wachsen. QOOZ ist noch nicht online.

B) QOOZ wird umso interessanter, je besser die aktive Mitwirkung der Verlage, Buchhändler und Veranstalter sein wird. Daher ist der Bekanntheitsgrad von Qooz wichtig.

7. Werden Sie von einer Start-Up-Initiative/-Inkubator, Business Angel, Crowdfunding o. ä. unterstützt?

Nein, noch nicht.

8. Was versprechen Sie sich von diesem Angebot?

Die LeserInnen sind immer mehr im Internet aktiv. QOOZ wird seine Position im Internet finden als Bindeglied zwischen den Beteilgten des professionellen Literaturbetriebs (Verlage, Buchhändler, Veranstalter, Autoren) und den LeserInnen.

Stabile Akzeptanz der Plattform im professionellen Literaturbetrieb (Verlage, Buchhändler, Autoren etc.)

Stabile Akzeptanz der Plattform speziell auf Seiten der Leser

Wertentwicklung der Plattform

Langfristige Einnahmequelle etwa durch Werbung, Zugangsgebühren zu QoozPlus, etc.

Technische Erweiterungen mit weiteren Angeboten im Bereich QoozPlus, etwa Scanfunktion etc.

Eigene Freude am Literaturbetrieb